AK-Vorschläge für die zukünftige Gestaltung des Gesundheitswesens

Die im europäischen Vergleich hohe Zahl an stationären Aufnahmen führt in Österreichs Spitälern zu erheblichen Mehrkosten. Für die Arbeiterkammer steht fest: Mehr Effizienz im Spitalswesen ist möglich, wenn durch Strukturreformen andere Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung geschaffen werden. Denn Spitzenmedizin muss in den Spitälern weiterhin für alle Menschen zugänglich bleiben.

Die größte Herausforderung wird sein, dass in Zukunft die Leistungserbringung nicht mehr den Spitälern weitgehend selbst überlassen bleibt, sondern über Vereinbarungen genau geregelt wird. Derzeit werden die Leistungen häufig stationär und nicht in Ambulanzen und Tageskliniken erbracht, weil so die Spitäler höhere Gebührenersätze erhalten. Deshalb braucht es neben Leistungsvereinbarungen auch entsprechende Anreizsysteme, um in Zukunft Spitalsleistungen vermehrt in die kostengünstigeren Ambulanzen und Tageskliniken zu verlagern. Aufgrund der häufigen stationären Behandlung kommt es bei geplanten Operationen immer wieder zu Versorgungsdefiziten durch lange Wartezeiten. In den Krankenhäusern der GESPAG müssen die Patientinnen und Patienten etwa auf einen Kniegelenksersatz durchschnittlich fünf Monate warten. Nicht selten macht die Wartezeit sogar bis zu einem Jahr aus.

Zu wenig Pflegepersonal pro Spitalsbett
Ein weiterer wichtiger Punkt: In den oberösterreichischen Spitälern ist beim Pflegepersonal kein gesetzlich festgelegter Mindest-Personalschlüssel vorgesehen. Schon jetzt kommt es häufig vor, dass in den Nachtdiensten eine gesamte Abteilung von einer einzigen Pflegekraft versorgt werden muss. Ein Blick auf das in Österreich eingesetzte Pflegepersonal je Spitalsbett zeigt, dass Österreich im europäischen Vergleich schlecht abschneidet. Während in den österreichischen Spitälern pro Krankenbett durchschnittlich eine Pflegekraft zum Einsatz kommt, fällt die Quote im liberalen Großbritannien dreimal und in Dänemark gar viermal so hoch aus. Da darf es nicht wundern, wenn das Pflegepersonal zunehmend über unhaltbare Arbeitsbedingungen klagt.

Weitere Details und Informationen: siehe hier.
(Information der AK OÖ., 31. 05. 2011)

Fragen & Antworten zum Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz

Paragraphen-Zeichen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Gerade in letzter Zeit tauchen immer wieder Fragen und Unklarheiten zum Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz auf – vermehrt auch in Zusammenhang mit neuen Betriebsvereinbarungen, mit der Einführung eines neuen Dienstplansystems und der Einführung von Stechuhren.

BRV-Stv. Dr. Christian Rodemund wird sich am Montag, den 23. Mai 2011, von 14 bis 16 Uhr die Zeit nehmen und versuchen, aktuell auftretende Fragen zu beantworten bzw. eventuelle Unklarheiten zu beseitigen.

Ort und Zeit:
Betriebsrats-Sitzungszimmer, 1. UG (neben den BR-Büros)
Montag, 23. Mai 2011, 14 bis 16 Uhr

Also, wer Fragen hat – keine Scheu! Es kann jeder kommen.
Falls das Interesse an dieser Fragestunde groß ist, können wir jederzeit auch eine Wiederholung anbieten.

UKH Linz: AK bekämpft Kettenarbeitsvertrag mit Erfolg

Arbeitsrecht

Weil der Arbeitsvertrag einer Diplomkrankenschwester aus Linz vier Mal befristet verlängert wurde, ging die AK Oberösterreich für sie vor Gericht.


Mit Erfolg:
Das Oberlandesgericht Linz stellte fest, dass das Aneinanderreihen von befristeten Arbeitsverhältnissen sachlich nicht gerechtfertigt ist.

Das Linzer Unfallkrankenhaus verlängerte das Dienstverhältnis einer diplomierten Krankenschwester, die als für Vertretung für eine karenzierte Kollegin geholt wurde, insgesamt vier Mal. Zuerst wurde sie 2006 für sechs Monate befristet aufgenommen, diese Befristung wurde dann jeweils einige Monate verlängert.

Ohne sachliche Rechtfertigung sittenwidrig
Da der Abschluss sogenannter Kettenarbeitsverträge zur Umgehung diverser arbeitsrechtlicher Vorschriften führt, wird er ohne sachliche Rechtfertigung als sittenwidrig angesehen. Je öfter eine Aneinanderreihung erfolgt, desto strenger sind die inhaltlichen Anforderungen an die Rechtfertigungsgründe.

Im konkreten Fall sah das Oberlandesgericht Linz die Aneinanderreihung von befristeten Arbeitsverhältnissen als sachlich nicht gerechtfertigt an, weil im Vorhinein klar war, dass die Arbeitnehmerin – auch wenn sie als Vertretung aufgenommen wurde – auf längere Zeit benötigt werde. Das Oberlandesgericht befand, dass eine dauerhafte Beschäftigung vorliegt und das Arbeitsverhältnis ein unbefristetes ist.
(Artikel gesehen auf www.arbeiterkammer.com, 02.05.2011, und auch auf linz.orf.at, 02.05.2011)

Bilanz der AK OÖ. 2010

AK-Bilanz 2010

Alle 20 Sekunden eine Beratung, über 110 Mio € erstritten
Die wirtschaftliche Lage besserte sich 2010 und die Situation auf dem Arbeitsmarkt entspannte sich. Dennoch blieb die Nachfrage nach Experten-Rat durch die AK hoch. 380.000 Beratungs-Gespräche wurden geführt – das waren in der Beratungszeit drei Gespräche pro Minute. 110,5 Millionen Euro wurden erstritten – das ist nach 97,8 Millionen (2009) und 72,8 Millionen (2008) ein neuer Rekord.
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Krankenstände gehen weiter zurück!

Krankenstand

Seit 1994 gehen die Krankenstände in Oberösterreich stetig zurück.

Auch 2010 setzte sich dieser Trend fort: Waren 2009 Oberösterreichs Arbeitnehmer/-innen durchschnittlich noch 13,4 Tage im Krankenstand, waren es im Vorjahr nur noch 12,9 Tage.

„Wer nach diesen Zahlen noch vom Explodieren der Krankenstände spricht, übertreibt maßlos. Jetzt geht es darum, Arbeitsbedingungen so gut zu gestalten, dass dieser positive Trend weiter fortgesetzt werden kann“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Auch krank zur Arbeit
Bedenkliches Detail
der Krankenstandsdaten: Wer in den Krankenstand geht, bleibt immer weniger lange zu Hause, um sich auszukurieren.
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Holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Arbeitnehmerveranlagung

10 Schritte zu Ihrer Arbeitnehmerveranlagung
Dass es auf jeden Euro ankommt – wer wüsste das nicht besser als die Arbeitnehmer. Deshalb bietet Ihnen die AK in einer Broschüre Tipps und Ratschläge für die Arbeitnehmerveranlagung an.

Damit Ihnen mehr übrig bleibt: Holen Sie sich schon jetzt Ihr Geld vom Finanzminister zurück! Die AK hilft Ihnen dabei – mit 10 einfachen Schritten!
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41 Prozent der Arbeitnehmer gehen auch krank zur Arbeit

Krankenstand

Die Wirtschaftskammer behauptet, immer mehr Krankenstände würden von Arbeitnehmern/-innen durch eigenes Fehlverhalten mitverursacht oder bewusst missbräuchlich in Anspruch genommen. „In Wahrheit ist es umgekehrt“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Immer mehr Menschen gehen krank zur Arbeit, weil sie Angst vor Konsequenzen haben.“
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AK-Infos: von A wie "Abfertigung" bis V wie "Vorzeitiger Austritt"

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wir möchten wieder einmal auf die lange Liste der AK-Infos hinweisen, die wir im J-Laufwerk in unserem BR-Ordner zum jederzeitigen Nachlesen abgespeichert haben – dies ist allerdings nicht von zu Hause aus, sondern nur im UKH möglich.

Die Infos reichen von A wie „Abfertigung“ bis V wie „Vorzeitiger Austritt“. Eine Übersicht über diese Infos ist hier zu sehen (für Vergrößerung bitte draufklicken).

Liste der AK-Infos

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