Spitalspersonal leidet unter Gewalt

Spitalspersonal hilft Menschen in medizinischen Notlagen. Dabei werde es selbst mit verbalen Angriffen, Drohungen, aber auch körperlichen Attacken oder Belästigungen konfrontiert. Marianne Paki ist „Risikomanagerin“ bei den Salzburger Landeskliniken: „Kürzlich ging es um den Mitarbeiter eines Transportdienstes. In der Nacht ist ein Jugendlicher mit einem Messer auf seinen Wagen gesprungen und hat ihn bedroht.“

Jugendlicher attackiert mit Messer
Seit Juni 2021 können alle Bediensteten in Salzburgs Landeskliniken solche Zwischenfälle im Intranet melden. 420 Delikte seien schon registriert worden, so die Expertin: „Bei drei Vierteln geht es um körperliche Auseinandersetzungen, denen verbale Gewalt vorhergeht. Auch sexuelle Gewalt gibt es.“

Einige Stationen besonders betroffen
Besonders häufig der Gewalt ausgesetzt sei das Personal in Psychiatrie, Notaufnahme und Geriatrie, betont Paki: „Wenn ich alt und dement bin, dann habe ich nicht mehr unter Kontrolle, was sich in meinem Kopf abspielt. Es gibt dann oft Eskalationen mit Pflegekräften.“

Um das Personal noch besser zu schützen, haben die Salzburger Landeskliniken etliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen – zum Beispiel Notfallknöpfe, mit denen automatisch die Polizei gerufen wird. Möbel wurden festgeschraubt, damit sie nicht als Waffen missbraucht werden können.

Im Notfall kommt die Polizei
Vielerorts hängen Hinweisschilder. Man will die Patienten informieren, dass jede Drohung und jeder Angriff angezeigt werden.

Die „Risikomanagerin“ ergänzt, man werde die Gewalt nicht völlig abstellen können: „Wichtig ist der Schutz für das Personal, damit niemand das Gefühl hat, wir lassen die Menschen im Regen stehen.“
(Information gesehen auf orf.at, 25.01.2024)

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