Sozialen Frieden nicht auf’s Spiel setzen!

ÖGB-Resolution richtet sich an neuen Nationalrat und Sozialpartner

„Der ÖGB-Bundesvorstand erwartet sich von allen politischen Parteien und gesellschaftlichen Bewegungen in Österreich, dass sie auch in Zukunft die Rolle der Sozialpartner anerkennen und diese weiterhin in die politische Entscheidungsfindung einbinden“, so eine am 17. 10. beschlossene Resolution des ÖGB-Bundesvorstands:

„Das ist entscheidend für die Sicherung des Wohlstands in Österreich und trägt wesentlich zum sozialen Frieden und zur wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Land bei. Gerade im Hinblick auf die vor uns liegenden Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt wäre es fahrlässig, auf die Expertise der Sozialpartner zu verzichten.“ Die Resolution wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen (keine Gegenstimme, eine Stimmenthaltung).

Um die vor uns liegenden Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen, fordert der ÖGB-Bundesvorstand daher von allen im Nationalrat vertretenen Parteien:

  • Bekenntnis zu Sozialpartnerschaft und Interessenausgleich
  • Bekenntnis zur gesetzlichen Mitgliedschaft in den Kammern
  • Bekenntnis zum Kollektivvertragssystem
  • Bekenntnis zur Selbstverwaltung in der Sozialversicherung
  • Bekenntnis zu einem starken Sozialstaat
  • Bekenntnis zur Daseinsvorsorge und strategischem öffentlichen Eigentum

„Wer diese Garanten des sozialen Friedens leichtfertig aufs Spiel setzt, hat mit massivem Widerstand der Gewerkschaftsbewegung zu rechnen“, heißt es weiter in der Resolution.

Auch an alle VertreterInnen der Arbeitgeber appelliert der ÖGB-Bundesvorstand, die Sozialpartnerschaft aktiv zu leben und nicht – wie aktuell von einzelnen Fachverbänden praktiziert –, Kollektivvertrags-Verhandlungen zu verzögern oder zu verweigern.
Resolution des ÖGB vom 18. Oktober 2017 

Ergänzung zum Abschluss der Gehaltsverhandlungen: Gehaltstabellen 2018

Wie bereits bekannt, wurden die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2018 bereits abgeschlossen. Falls noch nicht bekannt, hier geht’s nochmals zum Ergebnis:
Gehaltsabschluss Sozialversicherung für 2018 

Inzwischen sind auch die neuen Gehaltstabellen ausgerechnet. Diese sind im BR-Ordner im j-Laufwerk unter den Infos der GPA-djp abgespeichert oder auch hier nachzulesen:
Gehaltstabelle Verwaltung 2018
Gehaltstabelle Gesundheitsberufe 2018
Gehaltstabelle Ärzte 2018

Erfolgreicher Abschluss der Lohn- und Gehaltsverhandlungen für 2018!

Liebe Kollegin, lieber Kollege!
Aufgrund der innenpolitischen Entwicklungen haben wir die Gehalts- und Lohnverhandlungen vorverlegt und konnten am Abend des 13.10.2017 für die Arbeiter und Angestellten in der Sozialversicherung erfolgreich abschließen.

Die Verhandlungen zum Rahmenrecht starten mit ersten Bürogesprächen am 20.10.2017.

Folgendes Ergebnis wurde erzielt:
Die Lohn- und Gehaltsansätze werden mit Wirkung vom 01.01.2018 um einen Sockelbetrag von € 5,– sowie um weitere 2,1 % erhöht. Das ergibt eine durchschnittliche Erhöhung aller Schemata um 2,25 %. Die Zulagenbemessungsgrundlagen werden um einen Sockelbetrag von € 5,– sowie um weitere 2,1 % erhöht.

Die neuen Gehaltstabellen folgen demnächst. Hier geht’s weiter zu ersten Änderungen im Rahmenrecht. Read more

Herbst 2017: OÖ. Wellness-Angebote mit der GPA-djp Card!

Vielen Kolleginnen und Kollegen ist nicht bewusst, wie vielfältig die CARD-Angebote unserer Gewerkschaft, der GPA-djp, sind.
Daher wurde im beiliegenden Folder eine Auswahl an OÖ. Wellness-Angeboten zusammengefasst. Dieser soll Lust machen, die Angebote zu nutzen.
Hier geht’s weiter zu den Angeboten – nur für Mitglieder und jene, die es noch werden wollen:
GPAdjp Cardangebote Herbst 2017

Und überhaupt: Wozu bekomme ich meinen Lohnzettel?

Früher landete er auf dem Schreibtisch der ArbeitnehmerInnen. Inzwischen ist er in vielen Betrieben digital geworden: der Lohn- bzw. Gehaltszettel.

Das spart zwar Papier, aber der Inhalt des Lohnzettels bleibt vielen ArbeitnehmerInnen weiterhin ein Rätsel. Im Grunde ist der Lohn- bzw. Gehaltszettel nichts anderes als eine schriftliche Entgeltabrechnung. Damit sollen ArbeitnehmerInnen nachvollziehen können, wie sich ihre Einkommen zusammensetzen. Anders gesagt: Es soll verständlich werden, wie aus Brutto Netto wurde.

Bruttolohn, Lohnsteuer, Sozialversicherung – was bedeutet das eigentlich und wieso werden diese Beiträge abgezogen? Um diese und viele andere Fragen rund um das Thema Lohnzettel übersichtlich und kompetent zu erklären, hat der ÖGB ein neues Info-Tool eingerichtet: derlohnzettel.at

Weitere Informationen gibt es auch in der aktuellen Ausgabe der Solidarität: http://www.soli.at/

Pflege und Betreuung sind alles andere als unqualifizierte Arbeit!

Beschäftigte an ihren Grenzen – Arbeitszeitverkürzung gefordert
„Der Gesundheits-, Pflege und Betreuungs-Bereich hat mit Personalmangel zu kämpfen, aber es kann  wirklich nicht die Lösung sein, arbeitslose Menschen für die 24-Stunden-Betreuung am Land einzusetzen.  Wer das ernsthaft fordert, hat die Herausforderung wohl nicht verstanden“,

kommentiert Reinhard Bödenauer, stv. Geschäftsbereichsleiter in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) den dementsprechenden Vorschlag von Wolfgang Mazal.

„Pflege und Betreuung sind alles andere als unqualifizierte Arbeit, dafür braucht es neben einer Ausbildung viel Herzblut und Engagement. Arbeitslose sind nicht automatisch dafür geeignet, in die Pflege zu wechseln. Wer sich dafür entscheidet, kann sich jederzeit umschulen lassen.“

Arbeitsbedingungen verbessern und Qualität sichern
„Die Beschäftigten leisten hervorragende Arbeit, sie gehen oft bis an die Leistungsgrenzen und werden dabei nicht selten in Stich gelassen“, so Bödenauer weiter. „Soll die Qualität der Pflege gesichert werden, geht es nicht ohne Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Ein ganz wesentlicher Schlüssel ist die Arbeitszeitverkürzung –  wir fordern eine generelle Arbeitszeitverkürzung für den Gesundheits- und Sozialbereich im ersten Schritt auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich, damit die emotionale Schwerarbeit über längere Zeit geleistet werden kann.“

Pflege und Betreuung fit für die Zukunft machen
Arbeitszeitverkürzung ist nur eine von vielen Maßnahmen, die es brauche, um den Pflegeberuf aufzuwerten, erklärt Bödenauer abschließend: „Es geht darum, die Weichen so zu stellen, dass Pflege und Betreuung fit für die Zukunft sind. Das funktioniert nur mit gesunden, motivierten Beschäftigten. Die Gewerkschaften sind ein verlässlicher Partner für nachhaltige Lösungen.“
(Information der GPA-djp, 24.07.2017)

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