Psychische Krankmacher in der Arbeit – und was sie kosten

Stress

„Arbeit darf nicht krank machen“ war die Erkenntnis zahlreicher Analysen, die dazu führten, dass im Jahr 1994 das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz beschlossen wurde. Im Vorfeld klagte die Wirtschaft, dass ihr durch das Gesetz nur immense Kosten erwachsen und der administrative Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stehe würde. Aber das Gesetz wurde zur Erfolgsgeschichte.

Die Arbeitsunfälle mit Todesfolge konnten in den Folgejahren von 294 (1994) auf 211 (2010) gesenkt werden, die Zahl der Arbeitsunfälle insgesamt von rund 164.470 (1994) auf knapp 110.950 (2010) , die betriebswirtschaftlichen Kosten von über 542 Millionen auf rund 366 Millionen Euro und die volkswirtschaftlichen Kosten von über zwei Milliarden auf 1,3 Milliarden Euro reduziert werden.

Mit den Veränderungen in der Arbeitswelt haben sich auch die krankmachenden Faktoren in der Arbeit verändert. Mittlerweile ist anerkannt, dass psychische Erkrankungen als Folge von Arbeitsbelastungen auf dem Vormarsch sind. Um die psychischen Krankmacher in der Arbeit zu erfassen und erstmals deren Kosten für die Gesamtwirtschaft festzumachen, hat die AK eine Studie beim Wirtschaftsforschungsinstitut und der Donauuniversität Krems in Auftrag gegeben. Dafür wurden sowohl nationale wie internationale Datenquellen erhoben und zusammengeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. Read more

Hitzefrei? Leider nicht!

Hitze

Auch bei 35 Grad im Schatten gibt es keine Hitzeferien für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es gibt keine gesetzliche Grundlage dafür, den Arbeitsplatz zu verlassen, wenn die sommerliche Temperatur zu hoch ist.  

An heißen Tagen nimmt die Leistungsfähigkeit und die Konzentration aber deutlich ab. Das hat die Arbeitswissenschaft sowohl bei körperlichen Tätigkeiten als auch bei geistigen Tätigkeiten herausgefunden. An „Hundstagen“ sinkt die Arbeitsleistung um 30 bis 70 Prozent gegenüber Tagen mit „normalen“ Temperaturen. Gleichzeitig leidet die Arbeitsqualität, die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko steigen. 
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Hilfeschreie aus dem Gesundheitswesen

Bürokratie

Bereits seit drei Jahren liegt eine Studie mit ernüchternden Fakten über die Arbeitsbedingungen und das berufliche Umfeld in Gesundheitsberufen auf dem Tisch. Viel zu lange Arbeitszeiten, überbordende Bürokratie und mangelhafte Personalentwicklung sind die Ursachen dafür, dass zunehmend jene krank werden, die eigentlich andere gesund pflegen sollten.

“Die Studie zeigt uns, dass bereits ein Fünftel aller im Gesundheitsbereich tätigen Arbeitskräfte und ein Drittel der angestellten ÄrztInnen emotional erschöpft und massiv von Burnout bedroht sind”, so NÖ-Krankenanstaltensprecher LAbg. Otto Kernstock. Mit der nun ausverhandelten Besoldungsreform für SpitalsärztInnen ist zwar ein absolut wichtiger Schritt gesetzt worden, aber eben nur ein erster Schritt auf einem langen Weg.

Vor allem Belastungen, die sich aus der Arbeitszeit, aus Personalmangel und aus der Bürokratie ergeben, können durch organisatorische Maßnahmen vermindert werden. Die notwendigen Maßnahmen liegen für Kernstock auf der Hand. Sie betreffen unter anderem eine deutliche Aufstockung des Personals, planbare verlässliche Arbeitszeiten im Sinne einer Family-Work-Balance, eine professionelle Personalentwicklung – die auch individuelle Weiterentwicklungen ermöglicht -, eine Gehaltsarchitektur – die auch ohne Sonderzahlungen eine leistungsgerechte Entlohnung darstellt – sowie eine Forcierung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze.

Die Situation ist alarmierend und die Hilfeschreie aus dem Gesundheitswesen müssen endlich ernst genommen werden. Hier darf es nicht um Parteipolitik gehen, für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen, so Kernstock.
(APA-Meldung vom 18.6.2012; Artikel gesehen auf dem BR-Blog des UKH Kalwang)

Streik im Kindergarten: AK-Tipps für berufstätige Eltern

AK

Wenn ab Mittwoch die Gemeindebediensteten streiken, werden auch zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen, die von Gemeinden geführt werden, geschlossen bleiben.

Doch was bedeutet das für die berufstätigen Eltern? Müssen die sich Urlaub nehmen, wenn es keine Betreuungsmöglichkeit für das Kind gibt?

In den meisten Fällen nicht, informiert die AK: Oft gilt das als bezahlte Dienstfreistellung.
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Vorsicht: Top-Ten der Internet-Fallen

 Internetfalle

Im Internet ist nicht jede Seite so harmlos und auch so sicher wie die, auf der Sie sich gerade befinden. Im Netz tummeln sich jede Menge skrupellose Gestalten. Wer den miesen Geschäftemachern auf den Leim geht, wird meist kräftig zur Kasse gebeten. Wir zeigen Ihnen im Detail, wie Sie sich davor schützen.

Das sind die Top-Ten der Internet-Fallen – die Details lesen Sie dann weiter unten:

  1. Gratisseiten und -abos im Internet
  2. Kreditvermittler und Finanzierungsunternehmen
  3. Phishing
  4. Günstige Schnäppchenangebote auf privaten Tauschplattformen
  5. Missbrauch von Bargeldtransferunternehmen Western Union
  6. Scheckbetrug
  7. Überschreitung des Downloadvolumens
  8. Trojaner
  9. Gewinnmitteilungen und Erbschaften
  10. Einkaufen im Internet

Ein Klick – und viel Geld ist weg. Zu den umfangreichen Informationen, Tipps und Musterbriefen der AK OÖ. geht’s hier entlang.
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Position der AK OÖ. zum Sparpaket

 AK

Die AK OÖ. hat die Auswirkungen der Gesetzesentwürfe zum Sparpaket auf ihre Mitglieder analysiert. „Die steuerlichen Maßnahmen treffen im Großen und Ganzen – richtigerweise – Gruppen, die bisher zu wenig zum Steueraufkommen beitragen, sind aber nicht ausreichend. Bei den Einsparungen gibt es einige Härten, die Arbeitnehmer, Pensionisten und privaten Haushalte treffen und abgemildert bzw. mit Begleitmaßnahmen abgefedert werden müssen“, sagt AK Präsident Dr. Johann Kalliauer. 

„Grundsätzlich ist es positiv, dass zur Reduzierung des Budgetdefizits auch steuerliche Maßnahmen vorgesehen sind und dass dabei auf die Erhöhung von Massensteuern verzichtet wird“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Die strukturellen Defizite des österreichischen Steuersystems – hohe Belastung des Faktors Arbeit, niedrige des Faktors Kapital sowie die mangelnde Umverteilungswirkung des Abgabensystems – werden zwar nicht beseitigt, es sind aber Schritte in die richtige Richtung gesetzt worden. Die AK wird sich weiterhin und verstärkt für Vermögenssteuern sowie eine Schenkungssteuer und eine Erbschaftssteuer auf hohe Erbschaften einsetzen. 
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Zugriffs-Rekord: AK-Homepage

www.arbeiterkammer.com: 2011 mit 3,7 Mio Visits, täglich 10.000 UserInnen

AK

Die Zugriffszahlen der Homepage der AK Oberösterreich wachsen rasant: Nach 2,9 Millionen im Jahr 2010 wurden 2011 mehr als 3,7 Millionen Zugriffe gezählt – um rund 30 Prozent mehr! „Die AK-Homepage wird gerne genutzt“, freut sich AK-Präsident Kalliauer, „wir sind daher ständig dabei, die Homepage zu verbessern.“ Jüngstes „Online-Kind“ der AK: eine App für iPhone und Android. 

Die Homepage der AK Oberösterreich informiert umfassend über alle Beratungs- und Serviceangebote sowie die politischen Positionen der Arbeiterkammer. Über die Homepage können Mitglieder und Interessierte außerdem rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Kontakt mit der AK aufnehmen – sowohl mit der Linzer Zentrale als auch den 13 Bezirksstellen im Bundesland.

Beratung kombiniert mit konkreter Hilfe
„Die Homepage bietet den Mitgliedern nicht nur Information. Sie finden auch konkrete Hilfe“, betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Zu den am stärksten nachgefragten Angeboten zählen aktuelle Preisvergleiche (etwa für Heizöl und Pellets), interaktive Elemente wie der Eurotax-Rechner für Gebrauchtwagenkauf und -verkauf oder der Brutto-Netto-Rechner. Oft aufgerufen werden auch die Nahrungsmitteltests der AK-Konsumenten-Berater/-innen. Der große Vorteil für Konsumentinnen und Konsumenten: Auf der Homepage finden sie nicht nur Testergebnisse, sondern auch die Namen und Adressen der überprüften Betriebe sowie Verbraucher-Tipps.

Newsletter mit mehr als 27.000 Abonnenten
Mit E-Mail Newslettern werden derzeit mehr als 27.000 Abonnentinnen und Abonnenten beliefert. Newsletter gibt es unter anderem zu den Themen Arbeitswelt, Konsumenten, Frauen und Europa. Die AK ist auch in den „Sozialen Netzwerken“ vertreten – sowohl auf youtube als auch facebook ist die Arbeiterkammer zu finden. 

Sehr gut entwickelt sich auch die App für iPhone und Android, die beinahe das gesamte Online-Angebot der Arbeiterkammer auf das Smartphone bringt. Die App „AK-Frag uns“ wurde in den vergangenen Monaten mehr als 30.000mal auf Smartphones installiert. Die App ist, wie alle Angebote der AK, gratis.

AK Oberösterreich liegt an der Spitze
Die Arbeiterkammer Oberösterreich ist seit mehr als 15 Jahren mit ihrer Homepage im Netz vertreten. In dieser Zeit konnten die Besucherzahlen von rund 200.000 im Jahr 2000 auf nunmehr 3,7 Millionen pro Jahr gesteigert werden. Oberösterreich hat damit die am besten besuchte Homepage aller Arbeiterkammern Österreichs.
(Information der AK OÖ., www.arbeiterkammer.com, 09.02.2012)

Schenken Sie dem Finanzminister kein Geld!

Steuertipps

Die Arbeitnehmer/-innen werden steuerlich besonders kräftig zur Kasse gebeten. Deshalb sollten Sie sich zumindest die zu viel bezahlte Lohnsteuer zurückholen: Ein Steuerausgleich lohnt sich fast immer!
Das gilt unter anderem für all jene, die nicht das ganze Jahr über beschäftigt waren, wie etwa Wiedereinsteigerinnen oder Ferialarbeitnehmer/-innen.

Geld retour gibt’s auch, wenn man Abschreibposten oder Absetzbeträge nutzen kann: Zum Beispiel, wenn man sich im Beruf weitergebildet hat, im Haus neue Fenster einbauen hat lassen oder aufgrund einer Krankheit Diät einhalten muss.
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Frühpensionen: Perspektiven statt Verunsicherung und Angstmache

Entlassungen

Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters werden derzeit ständig von Politik und Wirtschaft gefordert.
Dazu braucht es auch die klare Bereitschaft der Betriebe, Menschen bis zum gesetzlichen Pensionsalter zu beschäftigen und krankmachende Arbeitsbedingungen abzuschaffen. Wer diese Verantwortung nicht wahrnimmt, muss mehr in die Sozialsysteme einzahlen.

Wie verunsichert die Arbeitnehmer/-innen bereits sind, zeigen die aktuellen Daten des Arbeitsklima-Index der AK OÖ. Nur 63 Prozent der Befragten können sich aufgrund des derzeitigen Situation in der Arbeitswelt sehr bzw. eher wahrscheinlich vorstellen, bis 60/65 arbeiten zu können – bei Arbeiter/-innen sind es sogar nur 38 Prozent.

Von jenen, die glauben nicht bis 60/65 durchzuhalten, nennen 65 Prozent körperliche und 42 Prozent psychische Belastungen als Gründe. 57 Prozent der Arbeiter/-innen und 44 Prozent der Angestellten sind sehr unsicher, ob sie die gestellten Anforderungen erfüllen können. 48 Prozent aller Befragten aber meinen, dass die Verringerung der Arbeitszeit eine wichtige Maßnahme wäre, damit man es doch schaffen könnte. 42 Prozent wünschen sich gesundheitsfördernde Maßnahmen im Betrieb.
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Wenn der Winter zuschlägt: Verspätung bei Schneechaos?

Schnee 2

Wenn Arbeitnehmer/-innen wegen Schneeverwehungen oder massiver Schneefälle nicht pünktlich oder gar nicht zur Arbeit kommen können, liegt ein sogenannter Dienstverhinderungsgrund vor. Das heißt: Beschäftigte dürfen in einem solchen Fall nicht entlassen werden. Allerdings müssen die Betroffenen vorher alle „zumutbaren Vorkehrungen“ getroffen haben, um pünktlich oder überhaupt zur Arbeit zu kommen. 

Die Arbeiterkammer OÖ. hat die wichtigsten Fragen und Antworten bei Schneechaos zusammengestellt.
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